Gründerlabor

Ansicht Süd - Nachtillumination Foto: Thomas Ott

Im neuen Stadtteil Hubland befindet sich inmitten des ehemaligen Landesgartenschau Geländes das Gründerlabor. In enger Zusammenarbeit und im Auftrag des Architekturbüros Henne Schönau Architekten aus Frankfurt wurde das Projekt in den Leistungsphasen 6-8 innerhalb eines Jahres realisiert.

Spatenstich: 28.Juni.2017 , Richtfest: 20.Nov.2017 Eröffnung: 09.Mai.2018

Das Projekt „Gründerlabor“ stellt eine Weiterentwicklung des mehrstufigen Forschungsprojekts CUBITY „Plus Energy and Modular Future Student Living“ dar, das 2014 beim Solar Decathlon 2014 in Versailles durch die TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetechnologie, präsentiert wurde und bis 2018 als Living Lab in Frankfurt am Main energetisch und sozialwissenschaftlich beforscht wird.

Unser Dank gilt besonders Frau Henne und Herrn Schönau, die uns ihr Vertrauen zur Realisierung dieses anspruchsvollen Projektes gegeben haben.

 

Architektur:

Das architektonische Konzept für das Gründerlabor ist elementarer Bestandteil des geplanten neuen digitalen Gründerzentrums (ZDI Mainfranken), bestehend aus dem Ideenlabor (Towergebäude-Hubland) , dem Gründerlabor und dem Inkubator (Hubland). Es zielt ab auf die Bereitstellung einer anregenden Umgebung, die die Umsetzung und Weiterentwicklung von innovativen digitalen Geschäftsideen in erste Prototypen für IT Gründer bzw. Start-Up Unternehmen durch architektonische Mittel optimal und individuell unterstützt. Besonders in der Gründungs- und Findungsphase ist es wichtig und möglich, durch unkonventionelle Raumangebote und anregende Materialitäten kreative Prozesse und damit verbundene spezifische Arbeitsweisen zu fördern und so den Erfolg eines Gründungsprojektes zu unterstützen.

Das Gründerlabor organisiert Flächen für Prototypenwerkstätten, Start-Up-Büros, Coworking-Bereiche, sowie Aufenthalts- und Kommunikationsräume in einer 2,5-geschossigen begehbaren Raumskulptur, die sich in einem 8m hohen lichten freien Hallenraum entfaltet.

 

Mithilfe großformatiger Raumabschlüsse in Form von Schiebetüren und Vorhängen, lassen sich die einzelnen Nutzungsbereiche sowohl als Einzelräume für konzentriertes, intimes Arbeiten abschließen, als auch dem Raumfluss der großen Gemeinschaftsfläche mit zahlreichen Coworking-Bereichen an der Fassade zuordnen.

Mithilfe dieser Flexibilität wird den wechselnden Arbeitskonstellationen zwischen Einzel- und Teamarbeit, sowie manuellem Arbeiten an Prototypen ein räumliches Pendant geschaffen und der offene Charakter des kreativen Arbeitens gespiegelt. Atmosphärisch wohnliche Aspekte und Materialien, sowie die Art freier Möblierungen spiegeln die für diese Arbeitsphase charakteristische Aufhebung des Gegensatzes von Wohnen und Arbeiten und bieten Räume unterschiedlichster Charakteristik, auch solche für Rückzug und Entspannung.

Die transluzente Fassadenhülle fasst die unterschiedlichen Schauplätze in einer ruhigen lichten Großform zusammen und verleiht dem Gründerlabor die nötige Prägnanz, um im großflächigen Freigelände der Landesgartenschau als Landmarke zu wirken.

Auftraggeber: Stadt Würzburg Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing.

Nutzer: Zentrum für digitalen Innovation, Würzburg Planung Konzeption

 

 

 

 

 

Neubau eines Gründerlabors auf dem zentralen Quartiersplatz - Hubland Nord


Projektart: Neubau
Bearbeitung: 2017-2018
Fertigstellung:
 Mai 2018
Entwurfliche Konzeption und Machbarkeitsstudie: TU Darmstadt
LPH: 4-9 henne schönau Architekten, Frankfurt a. M.
LPH: 6-9 hofmann keicher ring architekten
         im Auftrag von henne schönau Architekten



hkr
Innenansicht Foto: Thomas Ott
Innenansicht Foto: Thomas Ott
Innenraum Foto: Verena Henne
Innenraum Foto: Thomas Ott
Juni: Spatenstich Foto: Daniel Peter
Juli: Fundament
August: Bodenplatte
September: Treppenanlage LGS
Oktober: Pflasterarbeiten LGS
November: Tragkonstruktion
November: Richtfest
Dezember: Dach und Fassade
Dezember: Stellung Holzkuben
Dezember: Stellung Holzkuben
Januar: Dachabdichtung
Februar: EG - Fassade
März: Innenausbau und Estrich
April: Fertigstellung
Mai: Fertigmontage
9. Mai 2018: Eröffnung